Interview with Berlina Pflanze

               Currently available only in German

“…ich kann mir nicht vorstellen was ich wäre oder tun würde, wenn ich nicht meiner Leidenschaft nachgehen könnte.
 
Liebe Leser,
 
heute habe ich einen etwas anderen Blogbeitrag für euch vorbereitet. Hoffe, er gefällt euch!

Im Juli habe ich die liebe Designerin Inga Lieckfeldt (viele kennen sie wahrscheinlich von diesem Blogpost) für ein Interview getroffen.
 In einer entspannten Atmosphäre in ihrem Pop-up Store im Bikini Berlin durfte ich mehr über ihren Brand Berlina Pflanze, Mode-Hintergrund, sowie ihre Inspiration, Ideen und Projekte erfahren. Schon neugierig? Einfach weiterlesen!


      Wie bist Du zur Mode gekommen? Was war für Dich der ausschlaggebende Punkt, Designer zu werden?  
Durch den eher technischen Weg. 2009 begann ich mein Bachelorstudium in Bekleidungstechnik/ Konfektion an der HTW Berlin. Schon während des Studiums stieg meine Faszination eigene Ideen zu realisieren und mit den eigenen Händen anzufertigen. Recht schnell entdeckte ich meine Passion zum Designen und Kreieren, obwohl in meinem Studiengang das Kreative eher im Hintergrund stand. Doch zuhause an der Nähmaschine konnte ich meinen Vorstellungen freien Lauf lassen. Schon bald war ich von der Idee ganz begeistert, nur Unikate anzufertigen. Ich liebe es Kleidung zu tragen, in der man sich einzigartig fühlen kann und die Sicherheit hat, nie einer Frau im selben Outfit über den Weg zu laufen. Individualität ist mir schon immer sehr wichtig gewesen – in der heutigen Zeit des homogenen Massenangebots aber äußert schwierig zu realisieren. In meiner Abschlussarbeit entschied ich mich dann genau mit diesem Ansatz ein eigenes Konzept zu verfassen. Und wie soll ich sagen, aus einer schriftlichen Arbeit verselbstständigte sich der Traum und ich wagte mich mein Konzept in die Tat umzusetzen.
       Woher nimmst Du normalerweise Deine Inspiration für eine neue Kollektion? Hast du vielleicht andere Designer, die Dir als Vorbild dienen?
So genau kann ich das gar nicht definieren. Inspiration wartet überall auf dich, vor allem, wenn du nicht damit rechnest. Manchmal sind es ganz banale Dinge, die dich auf Ideen bringen, die dir vorher nie in den Sinn gekommen wären. Dann heißt es auch den Mut zu haben, diese umzusetzen.
Die Frage, welchen Designer man als Vorbild hat, ist immer schwierig. Ich denke man lässt sich unbewusst von vielen talentierten Designern beeinflussen. Begeistern tun mich Frauen wie Coco Chanel – die es verstehen Frau von Kopf bis Fuß zu kleiden und dies stets mit Stil.
           Inwiefern inspiriert Dich Berlin und beeinflußt Deine Designs? Welche anderen Städte inspirieren Dich?
Berlin beeinflusst mich 24 Stunden am Tag. Da ich hier geboren und aufgewachsen bin, verbinde ich sehr viel mit dieser Stadt – meiner Heimat. Ich lebe nun seit 25 Jahren in Friedrichshain und ich bin immer noch verliebt in diesen Ort. Selbstverständlich hat sich auch hier viel verändert. Doch die Erinnerungen, die man für sich allein oder auch mit Freunden hat, erhalten den Zauber.
Meine absolute Herzensstadt ist allerdings Paris! Für mich kommt nichts an diese Stadt heran. Ich habe dort selbst schon ein paar Wochen gelebt und mich sofort zuhause gefühlt. Natürlich ist Paris kein Vergleich zu Berlin – ganz egal ob in Bezug auf Mode oder aber auch der Mentalität und dem ganz normalen Leben dort. Ein Traum wäre es auf jeden Fall einmal für länger in Paris zu leben und die Stadt mit all ihren Ecken und Winkeln zu erleben.
            Wie beurteilst Du den Hype von Berlin?
Vieles verändert sich…nicht immer unbedingt zum Besseren. Ich hatte beispielsweise jahrelang ein Lieblingsrestaurant. Klein, fein, familiär und natürlich in Friedrichshain. Dort bin ich gern mit lieben Menschen zu Abend essen gegangen. Früher war das noch möglich. Doch in den letzten Jahren hat sich die angenehme, herzliche und intime Atmosphäre zu einer hektischen und lauten Bahnhofsatmosphäre entwickelt. Zumindest an Wochenenden… Nur noch manchmal gelingt es einen ruhigen Abend zu erwischen und mit Freunden in alten Erinnerungen zu schwelgen. Andererseits muss ich anmerken, dass auch die Modebranche durchaus vom Boom der Stadt und ihren Besuchern profitiert.
           Was fällt Dir zu „Mode in Berlin“ ein?
Mode in Berlin, ja….davon gibt es sehr viel! Berlin ist für Designer so attraktiv wie nie zuvor. Obwohl es doch ein hartes Pflaster ist. Die Realität sieht meist viel nüchterner. Sich im Modebusiness zu behaupten ist harte Arbeit. Das liegt zum einen daran, dass es in Berlin, einer Stadt, die sich einst mit den Worten „arm aber sexy“ schmückte, schwer ist, sich mit Premiumprodukten anzusiedeln. Zum anderen, gibt es viele talentierte Designer und die Konkurrenz schläft nicht. Auf der anderen Seite hat Berlin sich im Hinblick auf Mode wirklich entwickelt. Selbstverständlich müssen wir aufhören unsere Hauptstadt mit Modestädten wie Mailand, London und Paris zu vergleichen. Doch über die letzten Jahre hat sich viel getan. Ich selbst habe mit einer befreundeten australischen DJane, Cherokee Bech, ein eigenes Veranstaltungsformat auf die Beine gestellt, das Mode das ganze Jahr über auch außerhalb der Fashion Week in Berlin im Gespräch halten soll. Mit unserem Konzept SOULFASHION möchten wir talentierten Brands und Künstlern die Möglichkeit geben, Berlin auf sich aufmerksam zu machen.
           Wie einfach ist es für Dich, Deinen persönlichen Stil treu zu bleiben, jedoch gleizeitig immer neue, innovative Designs zu kreieren?
Ich denke das hängt davon ab, wodurch sich der eigene Stil charakterisiert. Wenn ich meine Mode so betrachte, was mir gerade sehr gut gelingt, da ich mich in meinem Pop Up Storeim Bikini Berlin befinde, sehe ich schon sehr unterschiedliche Styles. Von pastelligen Farben zu kräftigem Ocker, dunklem Blau und tiefen schwarz, aus Seide und Viskose über Baumwolle und Imitatleder. Doch eines haben all meine Kreationen gemeinsam: die Modelle lassen ihr Material für sich sprechen.  Sei es der Glanz einer schönen Seidenbluse oder der Print eines legeren Oversize-Shirts. Kombiniert mit klassisch dezenten Schnitten gelingt es mir so immer die richtige Portion an Eleganz und Feminität mit einem Hauch Lässigkeit zu finden.

* im September habt ihr wieder die Möglichkeit ihn zu besuchen

           Wie schwierig ist es Studium und Arbeit unter einen Hut zu bringen? Wie sieht bei Dir ein typischer Arbeitstag aus?
Manchmal ist es eine Torture vom Feinsten. Es gibt Tage an denen sich beides einfach nicht vereinbaren lässt. So leidet beispielsweise zur Fashion Week mit Sicherheit das Studium. Und zu Prüfungstagen kommt oftmals das Label zu kurz. Doch insgesamt muss ich sagen, es ist möglich, die Leidenschaft – die Berufung  und das Studium unter einen Hut zu bringen. Über eines muss man sich dabei nur im Klaren sein: viel Freizeit bleibt da nicht.
Typische Arbeitstage…die gibt es nicht. Jeder Tag sieht bei mir anders aus. Und das ist gerade das Spannende. Am meisten liebe ich die Wochen, wo wirklich jeder Tag ein komplett anders Programm mit sich bringt. Am meisten vermissen tue ich die Tage, an denen ich mich nur dem Designen und Nähen widmen kann.
            Was liebst du am meisten an Deinem Beruf? In welchen Momenten wird Dir bewusst, dass jeglicher Stress und harte Arbeit es wert waren?
Das Schönste ist für mich, mit meinem Beruf auch andere Menschen glücklich machen zu können. Nichts ist liebenswerter als das fröhlich strahlende Gesicht einer glücklichen Kundin. Dabei geht es mir nicht in erster Linie um den Verkauf, sondern viel mehr darum das passende Unikat zur Persönlichkeit zu finden. Wir Frauen sind ja schöne Geschöpfe. Und es ist uns auch wichtig, dies mit unserer Kleidung zu unterstreichen. Es muss schön aussehen, es muss besonders sein, es muss angenehm zu tragen sein und vor allem ich muss mich darin wohlfühlen können.
Ganz besondere Momente sind, wenn sich herausstellt, dass eine Kundin in einem meiner „Nicht“-Hochzeitskleider heiraten möchte. Das ist irgendwie immer eine ganz besondere Ehre.
      Wenn Du kein Designer wärst, würdest du…
…gerade auf einer Blumenwiese liegen und die Sonnenstrahlen genießen. Das ist nämlich, was im Moment viel zu kurz kommt aufgrund der vielen Arbeit. Ansonsten muss ich eigentlich gestehen, ich kann mir nicht vorstellen was ich wäre oder tun würde, wenn ich nicht meiner Leidenschaft nachgehen könnte.

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